Willkommen im SOLA!

Tagesbericht 21.8.

6 Uhr morgens auf dem Zeltplatz am Lindersberg – die Leiter stehen angezogen, frisch und natürlich hochmotiviert vor den Zelten der Teilnehmer. Drei laute Weckrufe und die Stimmen der Großen trommeln die Kinder schnell ins Waschhaus und zurück zum Zelt, um sich anzuziehen.

Um 6:30 stehen alle wartend, mit gepackten Rucksäcken besattelt, am Parkplatz bereit. Während die Leiter noch schnell die Sandwiches, der nächtlichen Schmieraktion, verteilen, stimmen Sie parallel Geburtstagslieder für unser Geburtstagskind Julian an. 11 Jahre alt!

Die Bilder aus dem Bus verraten schon, dass der unterbrochene Schlaf schnell fortgesetzt werden konnte. Nach 3 Stunden Fahrt die Ankunft an den Bavaria Filmstudios in München. Ein spannender Tag, voller Kreativität, Spannung und Spaß stand allen bevor. Doch zu aller Erst teilte sich das Sommerlager in Jüngere und Ältere Teilnehmer auf.

Die Jüngeren starteten sofort mit einer Führung durch die Filmstadt, bei der sie vor allen Dingen durch das Ausprobieren von Filmtechniken und -effekten, wie dem Bluescreen, beeindruckt wurden. Sie konnten auf dem Original-Fuchur, dem Glücksdrachen aus der unendlichen Geschichte(1983), fliegen und die windigen Höhen, ohne einen Finger zu krümmen, unsicher machen. Außerdem wurden Sven Plöger & Co. täuschend echt imitiert und unsere eigene Wettervorhersage war erstellt.

Die Originalkulissen, von Asterix&Obelix, Wickie und die starken Männer, Fack Ju Göhte 3 und Jim Knopf(der erst Ostern 2018 erscheint) blieben ebenfalls nicht vor uns verschlossen.

Ein weiterer Höhepunkt der Führung war die Besichtigung des U-Boot-Modells aus dem Film „Das Boot“, bei dem wir durch enge Türen klettern und detailgetreues Design bewundern durften.

Währenddessen wurden die Älteren an die praktischen Seiten, der Filmwelt herangeführt:

Für die Älteren stand das filmende Klassenzimmer auf dem Programm. Zusammen mit Filmpädagogen der Bavaria Filmstadt wurden in zwei Gruppen grandiose Kurzfilme produziert.

Angefangen bei der Entwicklung der Geschichten mit ihren einzelnen Szenen, über Kostüme, Ton und Technik bis zur Schauspielerei übernahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die komplette Verantwortung für ihre Filme. Natürlich war das Team der Filmexperten ständig an der Seite der Schauspiel-Neulinge.

So entstanden in mehreren Stunden Dreharbeit zwei individuelle spannende Filme.

„Ein ganz toller Plan“, der Film der ersten Gruppe, handelt von einer Entführung eines Menschen, bei der Lösegeld von den Eltern erpresst wird. Am Ende kommt heraus, dass der eigentliche Sohn die Lösegeldforderung eingefädelt hat, um genug Geld für seine Hochzeit zu beschaffen.

Ein melodramatischer Tankstellenüberfall mit Lovestory ist Inhalt des Drehbuches der zweiten Gruppe. „Süße Beute“ erzählt von zwei rivalisierenden Banden die gleichzeitig eine Tankstelle überfallen und anschließend bei Eintreffen der Polizei alle zusammen fliehen. Dabei fällt auf das der Boss der einen Bande mit einem Mädchen aus der anderen Bande abhaut und die zwei entkommen. Glücklich über ihre gelungene Flucht kommen die zwei sich näher. Die dramatische Wendung des Kurzfilms erfolgt, als der andere Bandenboss, der Bruder des Mädchens, seinen Rivalen mit einer Pistole stark verletzt, um seine Schwester zu beschützen.

Jeweils drei Teilnehmer standen hinter der Kamera und übernahmen wichtige Aufgaben bei Kamera, Ton und Technik. So konnten alle Teil ihres eigenen Films sein.

Bei der Mittagspause, die darauf folgte konnten alle ihre Mägen mit Kartoffel- und Nudelsalat, sowie mit Frikadellen und kleinen Würstchen füllen und sich so für den kommenden Nachmittag stärken.

Die Jüngeren erlebten am Nachmittag eine spannende Reise quer durch die Filmwelt von Michael „Bully“ Herbig, bei der sie Szenen nachspielen, Synchronsprecher imitieren, Spiele spielen und die Kulissen in jede Ecke erkunden konnten.

Die Älteren haben parallel die obige Führung erlebt.

Zurück an den Bussen gab es eine dicke fette Überraschung! Pizza! So aßen wir noch vor der Busfahrt. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto vor der Filmstadt wurden die Handys verteilt und auch Mama und Papa wurden glücklich.

Zumindest eine Teilzeitbeschäftigung waren selbige auch für die lange Rückfahrt, die am Sonnenuntergang vorbei, durch Felder und Straßen führte.

P.S.: Die Haikberichte der Älteren sind nun unter dem 18. August online zu finden.

Die albern witzige Lagerreporterin und der fröhlich bescheuerte Lagerreporter grüßen!